Joja Wendt & Friends beim Classic Open Air

Shownotes

Ein Mann und sein Flügel, es ist Samstagabend – die Bühne tobt

Joja Wendts legendäre Konzerte auf dem Gendarmenmarkt garantieren einen ausgelassenen, genreübergreifenden Abend.

Am 11. Juli 2026 lädt Star-Pianist Joja Wendt Naturally 7 aus den USA und den Schweizer Künstler Jodok Cello auf die Open-Air-Bühne am Gendarmenmarkt ein. Begleitet werden Joja Wendt und seine Gäste von der Big Band der Bundeswehr.

Die Verbindung aus vokaler Klangkunst, virtuoser Crossover-Energie und mitreißendem Big-Band-Sound macht diesen Abend zu einem musikalischen Highlight voller Leidenschaft und überraschender Momente.

Der Samstagabend des Classic Open Air 2026 hält eine besondere Klangsensation bereit:

Naturally 7, die „Band ohne Band“. Das siebenköpfige A-cappella-Ensemble gilt international als eine der außergewöhnlichsten Vocal-Gruppen der Gegenwart: Mit ihren Stimmen werden die sieben Musiker zum Sound einer ganzen Band, zu Schlagzeug und Bass, Gitarre und Mundharmonika bis hin zur Posaune. Mit ihrer musikalischen Vielfalt von R’n’B, Soul, Hip-Hop, Gospel, Pop und Rock sorgen sie für mitreißende musikalische Momente.

Mit über 17 Millionen Followern auf Social Media ist Jodok Cello ein viraler Superstar, der mit seiner Musik Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Seine Fans feiern den Künstler aus der Schweiz für sein meisterhaftes Cellospiel, seine große Musikalität und für seine nahbare Bodenständigkeit. Gemeinsam mit Joja Wendt bringt er seine unverwechselbare Mischung aus Virtuosität, Atmosphäre und naturverbundener Ursprünglichkeit auf die Bühne des Gendarmenmarkts.

Die 24 Musiker der Big Band der Bundeswehr, die seit mehr als 50 Jahren weltweit ihr Publikum begeistert, begleiten „Joja Wendt & Friends“ mit ihrer stilistischen Bandbreite und beeindruckenden Bühnenpräsenz. Seit ihrer Gründung 1971 verzichtet die renommierte Formation auf Gagen und hat mit ihren Konzerten bereits mehr als 20 Millionen Euro für den guten Zweck eingespielt. Der Erlös ihres Auftritts beim Classic Open Air 2026 kommt der Stiftung Fly & Help zugute, die sich weltweit für den Bau von Schulen in Regionen mit eingeschränktem Bildungszugang engagiert und so bereits über 1.000 Schulen eröffnen konnte.

Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt wieder feinste Musik beim Classic Open, eher gleich mehrere Tage.

00:00:06: Und den tollsten Tag hat sich ein ganz lieber Musiker ausgesucht in Samstag nämlich für sein Konzerterlebnis.

00:00:16: Joja Wendt!

00:00:17: Lieber Joja schön dass du da bist.

00:00:19: Wie schön das ich bei euch sein kann.

00:00:21: Du hast dir wieder Freunde eingeladen.

00:00:23: Dafür bist ja schon bekannt, wobei auch ein Konzert von dir einfach schon eine Wucht ist.

00:00:28: aber du machst das gemeinsam mit noch anderen großen Künstlern.

00:00:33: Nenn mal im Schnelldurchlauf einmal die drei, die du da auf der Bühne begrüßen wirst.

00:00:38: Ja vielleicht einmal ganz kurz zu diesem Samstagabend ne?

00:00:40: Weil dem...du hast ja schon so schön anmoduliert den habe ich mir damals geschnappt weil das einfach eine Legende ist.

00:00:46: Das ist immer dieser berühmte Setter denied vom Klassiker Open Air die seit Jahren jetzt inzwischen, glaube ich, seit Jahrzehnten schon gibt.

00:00:53: Und da hatte ich das Glück drauf gesetzt zu werden und eben genau dieses Konzept mit Künstlern dort einmal zu realisieren – nach der Renovierung des Gendarmmarks, der für mich der schönste Platz der Republik ist und dieses Klassergruppen eben auch ein Festival mit internationaler Strahlkraft ist.

00:01:16: Da habe ich im letzten Jahr das Glück gehabt mit Nigel Kennedy zwei tolle Gäste zu haben und in diesem Jahr ist meines Erachtens das spektakulärste und renommierteste Vokal-Ensemble am Start, Naturally Seven heißen die aus New York.

00:01:36: Man glaubt gar nicht was möglich mit der menschlichen Stimme.

00:01:39: Die menschliche Stimme ja sowieso vielleicht das direkteste und emotionalste Instrument, was man haben kann.

00:01:45: Aber in diesem Fall mit den sieben Jungs, wo eben einer Schlachtzeug macht, so einer dem Bass spielt.

00:01:51: Wo die verschiedenen Stimmen verschiedene Instrumente emittieren können Das ist wirklich toll und großartig und so musikalisch Und außerdem sind das so lustige wahnsinnig Den Publikum zugewandte Künstler- und Musiker Dass es einfach einen Riesenspaß macht mit denen.

00:02:07: Dann habe ich das große Glück Ich selber begleitet zu werden und ich bin ja also mein.

00:02:11: sozusagen.

00:02:11: meine musikalische USP wenn man das überhaupt so nennen kann, ist ja eigentlich die Jazzmusik.

00:02:17: Ich spiele auch viel Klassik und ich spiele Popmusik aber da komme ich her,

00:02:21: d.h.,

00:02:22: da geht es dann auch ab... Ich habe damals mit Roger Zizero zusammen studiert, der hat ja auch viel mit Big Band gespielt und wir haben auch im Studium viel mit big band zusammengearbeitet und in diesem Fall hab' ich das Glück!

00:02:34: Man soll's nicht glauben, aber eine der renommiertesten und besten Big Bands des Landes ist die Big Band der Deutschen Bundeswehr Und das sind Jungs, die sich da zusammengefunden haben und zusammenspielen in einer Art und Weise.

00:02:49: Das ist zum Niederknähen.

00:02:50: Da sind auch wirklich junge Leute, die mit wahnsinnig viel Spaß an Enthusiasmus und in einer Wahnsinnqualität diese Big Band betreiben da.

00:02:59: Da haben wir das große Glück, dass wir von denen begleitet werden.

00:03:03: Ich habe noch einen jungen Mann entdeckt im Internet.

00:03:10: Ein Chillist der während Corona spektakuläre Videos gemacht hat von sich und dem Cello auf Bergen des Schweizer eigentlich, und hat so Drohnenflüge gemacht.

00:03:21: Und das ist so unfassbar viral gegangen!

00:03:24: Ich weiß es damals Piers Brosnan und jetzt inzwischen auch J-Lo, dass er so verbreitet hat, dass der Millionen von Followern hat – und das zu Recht?

00:03:32: Jetzt ist er gerade mit Andrea Buccelli in Istanbul gewesen, ist ein fantastischer Chillist, der eben auch sehr crossovermäßig.

00:03:40: Du weißt ja, am nächsten Tag spielt er David Garrett.

00:03:42: Der ja auch durch seine Crossover-Sachen bekannt geworden ist.

00:03:45: und dieser Mann eben am Cello sieht blend aus, spielt fantastisch hat eine unfassbare Followererschaft und ich freue mich sehr mit ihm zusammen zu

00:03:52: musik.".

00:03:53: Wie wird da richtig ausgesprochen?

00:03:54: JoeDoc Cello?

00:03:56: Jodock ganz normal.

00:03:57: Jodoch genauso wie Joja!

00:03:59: Auch nicht... also ich werde ja auch ganz offen mit Joja oder weiß ich was.. Ich kann Leute die jojah sagen oder so.

00:04:04: Also joja es ganz normal wird und so wird er auch ausgesprungen.

00:04:08: Wie suchst du dir die Künstlerinnen und Künstlern in diesem Fall?

00:04:17: Ich versuche natürlich eine Rolle, dass sie auch selber einen Publikum haben.

00:04:22: Wir müssen ja einen Platz füllen von sechs tausend Leuten, das ist klar!

00:04:25: Aber es gibt ja so viele fantastische großartige Künstlere da draußen und das muss ein bisschen auf zusammen passen.

00:04:31: also wenn wir die Big Band haben Jung im Geschäft, wenn wir jetzt von Corona ausgehen.

00:04:38: Da ging es zu ihm los.

00:04:40: Dann ist das für ihn natürlich eine wahnsinnige tolle Gelegenheit auf so einem großartigen Festival und dann auf diesem Platz zu spielen.

00:04:50: Und der hat natürlich auch die Gelegenkeit ergriffen, das erste Mal in seinem Leben Big Band Arrangements zu schreiben um mit der Big Band zusammenzuspielen.

00:04:58: Das heißt also dass wird auch für ihn eine Premiere werden Und solche Sachen suche ich immer, wenn Dinge eben einzigartig sind an dem Abend und da entstehen.

00:05:07: Ich erinnere noch im letzten Jahr mit Sascha Wir haben Elvis gespielt, das war zum Niederkrieg, die Leute haben gestanden und getobt!

00:05:14: Und so wird dieses Jahr auch wieder sein.

00:05:15: Ich habe ein Beatles-Medley geplant, wir haben also verschiedene Sachen mit Naturally Seven wo man auch gar nicht glaubt.

00:05:22: Die sind natürlich in sehr viel modernerem Repertoire unterwegs auf Yodock.

00:05:26: Das macht wirklich richtig Spaß gerade für mich der schon und alte Hase und Fafiliare auf der Rolle ist.

00:05:32: Ja wie aufregend ist das für dich und auch für euch, weil klar ihr probt das zumindest ein bisschen.

00:05:40: Auch im letzten Jahr habe ich ihr mitbekommen dass du gesagt hast so wir hatten kaum Zeit irgendwas zu proben.

00:05:45: also es ist ja ihr plant etwas bestimmte Stücke dann auch zu spielen.

00:05:50: aber dann gibt's eben immer auch diesen ganz besonderen Moment wo ich das Gefühl hab so keiner weiß genau was entsteht da jetzt wirklich?

00:05:58: Wie aufregent ist das finde.

00:06:01: Also ich muss sagen, das ist doch das Pfeffer des Saits in der Superwe.

00:06:04: Das Pfeffer im Hasen oder wie was man?

00:06:07: Da liegt wirklich der Hasepfeffer, muss man sagen!

00:06:10: Weil das sind die Momente, die diese Konzerte eben auch für einen auf der Bühne unverwechselbar und so spannend machen.

00:06:16: also wenn du wir sprachen vorhin über Taylor Swift gerade privat da ist natürlich viel auch vorgezeichnet, viel im Click-Track.

00:06:24: Das ist eine Show, die auch fantastisch natürlich ist.

00:06:28: aber bei uns ist alles ohne Netz und doppeltem Boden, das heißt es können Dinge passieren.

00:06:33: Also im Falle von Sascha letztes Jahr ... du sprichst es an... überhaupt nicht geprobt!

00:06:38: Wir haben uns vorher einmal getroffen und gesagt ja das machen wir, dass machen wir

00:06:41: usw.,

00:06:42: da war gar nichts klar.

00:06:43: Und das hat auf der Bühne so eine Laune gebracht, das kannst Du dir vorstellen Das transportiert sich eben dann auch aus Publikum.

00:06:50: Die merken das, die spüren das.

00:06:52: Ich meine Sascha ist ja auch ein alter Bühnenhase Der hat ja schon alles erlebt Grandios, auch jemand wie Nigel Kennedy damals.

00:07:01: Der ist einfach im Vogelgucken ging und hat da dann gespielt war alles nicht abgesprochen.

00:07:05: Hat mit den Leuten gesprochen, hat gespielt mit einer Energie und das wünsche ich mir für dieses Jahr auch und es wird auch so sein und ich glaube dass macht dann auch wirklich den Unterschied zu anderen Konzerten die man möglicherweise eher abgespult.

00:07:22: Es

00:07:22: hat ein bisschen dieses Gefühl wie ein Jazz Club auf der großen Bühne, weil in so einem Jazz Club da wird eben auch gejampt.

00:07:31: Da wird improvisiert und dafür braucht man dann aber auch Künstlerinnen und Künstlern die wirklich Musik können die nicht darauf angewiesen sind, dass sie ein vorgegebenes Konzept haben und eben dieses Netz- und doppelten Boden irgendwie brauchen.

00:07:47: Wie herausfordernd ist es auch für die Künstlerinnen und Künstlern, die du dann im Vorfeld ansprichst?

00:07:53: Also du musst ja nicht sagen wer bis hier schon mal abgesagt hat und sich das nicht zugetraut hat.

00:07:58: aber Ist es so'n Aspekt auch für Die Künste, dass Sie auch manchmal sagen, da hab ich so n bisschen Manchetten ob ich das wirklich hinkriege?

00:08:06: Da muss ich sagen finde ich auch als Kompliment, da vertrauen die mir auch.

00:08:12: Die wissen einfach dass ich schon viel gemacht habe in dem Sinne und ich sage auch immer, ich meine guck mal hier in Hamburg in der Elbphilharmonie den Bürgermeister auf der Bühne und er hat Bach gespielt mit mir zusammen und der hatte ja wirklich eine Menge zu verlieren denn wenn das schief geht steht sofort in der Presse überall.

00:08:26: Und ich hab gesagt du kannst dich voll auf mich verlassen!

00:08:28: Wenn du setzt dich dahin und wenn irgendwas schiefgeht übernehme ich werde das immer auffangen.

00:08:33: Das ist wie ein guter Host der seinen Gast immer auffängt und das nie peinlich werden lässt.

00:08:39: Und das ist etwas, was ich dann eben leisten muss, also sozusagen meine Aufgabe.

00:08:44: Da vertrauen mir die Künstler und sagen okay, dann gehen wir sozusagen das Risiko auch ein.

00:08:48: Klar gibt es Leute, die sich das nicht zutrauen aber die meisten vertrauen ja da dass das auch gut wird.

00:08:55: in diesem Fall wie gesagt sind hier viele Sachen die nicht geplant sind wo ich dann oft gesagt vertraue mir das würde super werden weil ich das entsprechend dem Publikum natürlich vorher anmoderiere.

00:09:05: Ich sage das mal auch, dass wird jetzt ein Titel den haben wir so noch nicht gespielt da kann das und das passieren oder genießt es einfach und ehrlich gesagt das Publikums verzeiht ja auch wenn was schief geht oder man nutzt das eben sozusagen als neuen Impuls für etwas anderes.

00:09:20: also das ist richtig peinlich wird.

00:09:21: das habe ich ganz selten erlebt.

00:09:23: Du hast es vorhin schon angesprochen, man ahnt es gar nicht.

00:09:25: Aber das eine der erfolgreichsten und besten Big-Bands... Nicht nur Deutschland sondern auch Europa ist die Big Band!

00:09:34: Der Bundeswehr tatsächlich isst.

00:09:36: Also wer jetzt denkt, die spielen irgendwie Normaschmusik da und machen das ein bisschen in ihrer Freizeit, dass sie dann nicht irgendwie unter dem Stacheldrahtzaun durchroppen müssen?

00:09:48: Erzähl noch mal wirklich zur Bigband.

00:09:52: richtig renommiert, oder?

00:09:54: Ja also das ist wirklich eine absolute Qualität.

00:09:57: Ich hab' die kennengelernt mit meinem lieben Freund und Kollegen Till Brunner weil der viel mit denen gespielt hat.

00:10:03: und ich mein, Till Brunnner steht für Qualität!

00:10:05: Der hat ne Marke im Jazz, die wirklich für Top-Qualität im Jazz steht.

00:10:10: Und wenn er sich schon diese Big Band aussucht für seine Festivals und mit dem viel zusammenspielt dann ist es schon ein Qualitätsmerkmal.

00:10:21: Und ich habe dann bei einem Festival von Till, bin ich eingeladen worden und hab mit denen zusammengespielt und konnte es einfach nicht fassen wie fantastisch die gespielt haben.

00:10:29: Aber weißt du?

00:10:30: Es geht nicht nur um die absolute Qualität der Musik, die die hier besitzen aber ist auch der Spirit.

00:10:37: also man erlebt oft und jetzt kommt ein kleiner Diss bei rund von Orchestern Big Bands Die da oft keinen Bock haben weil sie so ein bisschen Dienst davor Schrift machen Das kommt so ein bisschen durch, wann haben wir Feierabend?

00:10:51: Wir machen jetzt nicht mehr Proben.

00:10:53: Und das wird uns bezahlt und sowas.

00:10:55: Da ist eine Beamtmentalität schleicht sich da ein.

00:10:58: Das haben die eben überhaupt nicht!

00:10:59: Die sind enthousiastisch dabei.

00:11:01: Die sind Feuer- und Flamme... Das spürt man wenn man im Publikum hört.

00:11:07: Das kann ich wirklich sehr empfehlen.

00:11:08: Übrigens habe ich noch ne kleine Überraschung.

00:11:10: Ich bringe noch zwei Entzückende ganz junge Pianisten mit.

00:11:17: ein fantastisches Highlight werden, weil die spielen.

00:11:20: Wir haben eine kleine Choreografie am Klavier zu dritt am Klavier und aber dann lass ich mal überraschen das sind zwei junge Pianisten, die Anfang zwanzig sind und das wird großartig.

00:11:32: Sowieso du als Pianist.

00:11:34: Ich meine, du schmeißt ja den Abend schon könntest ihn abends schon ganz alleine mit deinem Programm und deinen Sachen.

00:11:41: und auch eben dieses Improvisieren beeindruckt mich da immer wieder.

00:11:45: Wie oft übst du, trainierst du mittlerweile noch?

00:11:52: Das ist eine gute Frage.

00:11:53: Weil das interessiert die Leute natürlich.

00:11:57: Wie macht man das eigentlich?

00:11:58: Mein Beruf ist inzwischen so ... Man erkennt sein Talent.

00:12:03: Ich hab mein Talent auf der Straße entdeckt und Straßenmusik gemacht.

00:12:06: Ich habe gemerkt, dass ich in Jazzclubs gespielt habe.

00:12:10: Ich bin wahnsinnig für frühe Jazz-Musik interessiert.

00:12:12: Da war ich auch der Einzige in meiner Generation damals.

00:12:15: Ich hab mich da wahnsinnig reingefummelt, habe dann für die Leute gespielt.

00:12:20: Hab gemerkt das kommt gut an und wurde dann engagiert von lokalen Größen erstmal hier Abi Wallenstein.

00:12:26: Das ist so ein Blues-Typ als ich noch ganz jung war in Hamburg.

00:12:30: Dann hat Inga Rumpf, das ist eine große berühmte Rock-Röhre gewesen.

00:12:35: Die hat mich dann bundesweit mitgenommen.

00:12:37: Dann hab' ich Joe Cocker, der hat mich gehört.

00:12:40: Also dann kriegt man selbst einen internationalen Approach Das heißt es geht immer weiter, dass man merkt oh das könnte ein Beruf werden.

00:12:49: und da habe ich wahnsinnig viel geackert.

00:12:50: Dann hab' ich wirklich zwischen zwanzig und dreizeh, hab' eigentlich nur am Klavier gesessen von morgens bis abends.

00:12:56: Und da schafft man sich so die Grundlage für den Beruf Für einen Beruf übrigens der soviel Aufmerksamkeit und soviele Übelintensität mit so wenig Aussicht auf Erfolg erfordert Dass man das nun machen kann wenn man dem inneren Ruf folgt und das irgendwie macht, wenn man das spürt.

00:13:16: So dann ab dreißig kommst du in so ein Berufsleben rein.

00:13:18: Das heißt du musst Tonänen, du musst dir neue Tonäne überlegen.

00:13:22: da übt man wieder sehr viel für die Tonähen und bereitet sich vor muss aber auch Ausgleiche schaffen.

00:13:28: also ich habe immer versucht im Sommer wirklich auch mal sechs Wochen abzuschalten und nichts zu machen weil sonst wird es zuviel.

00:13:34: Und inzwischen ist es auch so dass sie mich auch ganz konkret wie viele solche Sachen wie den Jandarmagdern vorbereite Aber versuche mir auch ansonsten Ausgleich ist zu schaffen, weil man sonst lebst du ja nur noch fürs Klavier und das Leben hat so viele schöne andere Seiten.

00:13:50: Und ehrlich gesagt, sonst hat man auf der Bühne nichts mehr zu erzählen.

00:13:53: Es gibt viele Pianisten die ihr Leben lang nicht anders gemacht haben als Klavier zu spielen.

00:13:58: Dann haben sie auch nicht viel erlebt außer rund ums Klavier.

00:14:03: Das ist dann auch schade, weil dann spricht das Klavier auch anders zu den Leuten.

00:14:09: Ja, klasse also das man spürt eben.

00:14:12: Man spürte Arbeit dahinter nicht sondern eben diese Leichtigkeit.

00:14:17: du machst es mit so einer Leichtigheit und Selbstverständlichkeit dass man ihm das schnell vergisst.

00:14:22: wie viel übezeit Wie viele stunden und jahre so dahinter stecken.

00:14:27: aber das die Kunst.

00:14:28: damals als kleiner Junge habe ich die halem grobit vor das gesehen.

00:14:31: eine baske

00:14:32: baller klar

00:14:33: Basketballer, das sah so leicht und easy aus.

00:14:36: Und haben da ihre Jokes und ihre Döntjes gemacht?

00:14:39: Das war wahnsinnig gut!

00:14:40: Aber das waren alles Leute die von klein auf in einem superintensiv eine Basketball-Karriere professionell betrieben haben.

00:14:49: Erst dann sieht es leicht aus wenn man sozusagen die Basics hat

00:14:52: Und das andere Leben musst du auch leben und gelebt haben immer wieder, weil du hast ja auch einen hohen Unterhaltungswert in Sachen Comedy.

00:15:00: Und ich glaube um das zu schaffen muss man auch das Weltgeschehen und das aktuelle Geschehen auch im Blick überhalten um dann die richtigen Pointen zu setzen.

00:15:09: wie spontan kommen die eigentlich?

00:15:12: Wie kurz frisst dich schmeißt du da auch mal Sachen um oder eben auch dann rein ins Programm?

00:15:18: Ja also das kommt wirklich sehr, sehr spontan.

00:15:21: Ich reagiere auch auf Sachen die aus dem Publikum kommen.

00:15:23: Ich frage die Leute wo kommen sie hierher?

00:15:25: Also ich spreche mit denen auch.

00:15:26: Ich hol auch Leute auf die Bühne manchmal.

00:15:29: Ich weiß nicht ob der Stil ist jetzt beim Jandarmag nicht aber normalerweise bei meinen Konzerten.

00:15:33: Das heißt man muss da schon offen bleiben und immer ein Ohr haben und auch ja man muss einfach flott in der Birne bleiben.

00:15:39: Aber da hilft Klavierspielen auch weil wenn du Klavier spielst musst du dich auch mal sehr konzentrieren und dranbleiben.

00:15:47: Und das ist am Ende auch, guck mal wie soll ich das sagen?

00:15:52: Oftmals werden Moderatoren im Fernsehen gar nicht so hoch bewertet.

00:15:56: Dann mag man den, den mag man nicht und so weiter.

00:15:58: aber was die alle können ist also die großen auf das Gegenüber eingehen und dann sozusagen so ein Interview auch geschehen zu lassen sowie du jetzt auch.

00:16:09: Also das heißt du reagierst auf das was ich sage Und so ist es ein bisschen auch im Konzert.

00:16:16: Man reagiert auf das, was passiert und manchmal schmeißt ihr auch das ganze Programm um und spiele plötzlich einen Stück, was gar nicht geplant war, weil es gerade in diesem Moment der richtige Titel

00:16:24: ist.".

00:16:24: Ja diese Schlagfertigkeit das zu haben und darauf reagieren zu können – das ist momentan ja auch an der Comedy-Szene total angesagt, dass dann noch viel mehr mit dem Publikum interagiert wird, was du aber auch schon seit Jahren machst!

00:16:37: Ich bin gespannt….

00:16:38: Was für wer der Meister davon ist?

00:16:41: Der habe ich neulich gesehen bei einer Buchpräsentation, der macht regelrecht eine Fragerunde und reagiert da drauf.

00:16:47: Das macht er richtig, richtig, echt ein Meister!

00:16:49: Ja, kann ich mir auch super vorstellen.

00:16:52: Ich meine wir hoffen alle auf Superwetter für das Classic Open Air und ich sag mal es muss einfach ein gutes Wetter sein, auch im letzten Jahr hat's geklappt.

00:17:01: du hast noch den Regenfreißen Samstag und Tag da erwischt.

00:17:06: Ich frag das auch deswegen und bin gespannt denn gehst du davon aus dass der Yodok Shallow wieder Barfuß kommt?

00:17:16: Das habe ich auch gesehen, da kommt der Barfuß.

00:17:20: Wenn das sein USB ist, wenn das so sein Ding ist, dann kommt er auf den Barfuess.

00:17:25: Es ist ein wirklich netter Kerl, ich hab mit ihm gesprochen und der muss jetzt erstmal in diese Branche rein, also für den alles neu oder einen wahnsinnigen Erfolg international.

00:17:41: Also ich glaube, der macht seinen Weg!

00:17:43: Und auch Barfuus?

00:17:45: Auch Barfußball hinterlässt seine Abdrücke, seine Fußabdrücke.

00:17:51: Im Sand und auf dem Sundarmenmarkt!

00:17:53: Wie ist das?

00:17:54: Weil auch die Stilrichtungen ja durchaus unterschiedlich sind von Aka Pella über Crossover Schello und dann Big Band Sound.

00:18:03: Werden alle mal gemeinsam mit dir auch auf der Bühne was machen?

00:18:06: Ist es möglich bei diesen unterschiedlichen Genres?

00:18:09: Ja klar, ich habe jetzt immer so geplant dass wir ein großes Beatles-Finale haben Wo jeder... Weißt du, das sind ja auch Titel die jeder mitsingen kann.

00:18:19: Jeder kennt und das ist glaube ich ein schöner Abschluss für den Jandarmmarkt.

00:18:24: Dann... weiss nicht mehr.

00:18:25: dann zum Schluss jeder da zu sein Feature hat?

00:18:28: Also ich habe einen Feature für die Big Band Ich hab'n Feature for UDoc Ich hab'm Feature of Naturally Seven Die dann spielen Und dann hoffentlich ein großes Finale wo die Leute stehen und mit singen.

00:18:41: Das würde ich mir wünschen.

00:18:43: Ich meine, Jodhok selber hat ja auch ein Madly von sehr berühmten Titeln.

00:18:48: Warst du letztes Jahr bei Giovanni Zarella?

00:18:50: Bei Zarella nicht!

00:18:51: Bei dir war ich aber bei Giovannia.

00:18:53: Giovanni zarella hat natürlich auch so einen Topforti Italo-Abend gemacht und das für die Leute eigentlich großartig weil sie können natürlich von Osso Lemio über Caruso, dass der da alles mitgesungen ist und KSR und er hat sich die ganzen berühmelten Songs abgefeiert.

00:19:09: Das es für die.

00:19:10: Das ist natürlich ein richtig schöner italienischer Sommerabend.

00:19:15: Und ich glaube, das soll es auch ein bisschen sein!

00:19:17: Also wir wollen jetzt nicht... klar, dass alles handwerklich top, aber wir wollen auch einen leichten beschwingten Sommerabender erleben wo alle nach Hause gehen und sagen hey, das war ein geiles Konzert und das war eine großartige Rundesache und ich glaube Es macht jetzt nichts Sinn, dass jeder sich dazu sehr selbst verwirklicht.

00:19:41: Letzte Frage.

00:19:42: Du hast ihn schon angesprochen, aber ich mag das noch mal gesondert fragen.

00:19:46: der Veranstaltungsort der gendamen markt du bist ja jetzt auch schon mehrere jahre hintereinander.

00:19:52: dabei beschreiben wir für die menschen die vielleicht noch nicht da gewesen sind was ist es für eine besondere atmosphäre dort?

00:20:01: Ich glaube es gibt in deutschland auch wenn man jetzt das historisch betrachtet betrachtet kein historisch aufgeladenen und mit einer Strahlkraft einen besonderen Ort in Deutschland wie den Jandarmmarkt.

00:20:22: Man sitzt dort wirklich zwischen diesen beiden Domen vor dem Konzerthaus, ich meine im Luther- und Wegner haben ETA Hoffmann alle großen Künstler haben sich da die Klinke in die Hand gegeben.

00:20:35: der Jandarmaakt ist eben im Zentrum im Herzen unserer Hauptstadt, möglicherweise der besondere Ort und da kann kein anderer Ort in Deutschland mithalten.

00:20:46: Und das spürt man einfach.

00:20:47: Ich weiß nicht, wenn man schon mal in Athen die Acropolis besucht hat, dann spürtt man die Energie.

00:20:55: Und ich würde sagen ähnlich ist es auch auf dem Standarmmarkt.

00:20:57: Man spürte die Energie schon quasi Präsenz nur weil man da ist.

00:21:04: Und an diesem Ort so ein Abend zu haben Das ist eben etwas ganz, ganz Besonderes und nicht nur für die Künstler.

00:21:12: Ich weiß, für die künstler kann es auch schwierig sein weil du weißt du sitzt da weit weg.

00:21:17: Es sind sechtausend Leute auf dem Platz Und du musst sie erreichen.

00:21:23: und das ist mir anscheinend die letzten Jahre gelungen denn sonst würde man Militon wieder einladen.

00:21:28: Also ich kann allen Leuten die noch nicht da waren Nur zu rufen kommt auf den Jandarmarkt am Samstagabend Am elften Juli das vielleicht tollste und nachhaltigste Konzert, dass ihr jemals besucht habt.

00:21:42: Und alle die schon mal da gewesen sind, werden deine Ausführungen auf jeden Fall unterstreichen können.

00:21:49: Juja-Band & Friends, Naturally Seven, Yodok Shallow und die Big Band der Bundeswehr am Samstag elfter Juli ab, neunzehn Uhr dreißig Einlass ist schon achtzehneuzeißig auf dem eben bedeutsamen sensationellen historischen Gendarmenmarkt.

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